Bürgerversicherung versus Kopfpauschalen - Wirkungen verschiedener Finanzierungsformen für die GKV (German Edition)

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich VWL - Gesundheitsökonomie, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Veranstaltung: Finanzwissenschaft, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung kann nur durch grundlegende Reformen nachhaltig gesichert werden" [Bericht der Rürup-Kommission (2003), S. 148.]. Dieses Zitat veranschaulicht stellvertretend die in der politischen Parteienlandschaft und der einschlägigen Literatur einhellig vertretene Auffassung, dass die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mittel- und langfristig vor schwierigen Herausforderungen steht. Das gegenwärtige GKV-System sieht sich mit zunehmenden Finanzierungsproblemen konfrontiert, da einerseits eine anhaltende Erosion der Einnahmen und andererseits ein stetiger Anstieg der Gesundheitsausgaben zu verzeichnen sind. Aus diesem Grund wurde die "Kommission für die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme" ("Rürup-Kommission") mit der Entwicklung von Reformkonzepten beauftragt, die eine langfristige Finanzierung der Sozialversicherungssysteme sicherstellen und zugleich ein hohes Maß an sozialer Gerechtigkeit erfüllen sollen. Als Ergebnis wurde am 28.08.2003 der Bericht der Rürup-Kommission zur Reform der Sozialversicherungssysteme vorgelegt und darin mit der Bürgerversicherung auf der einen und dem Modell pauschaler Gesundheitsprämien auf der anderen Seite zwei grundlegend verschiedene Alternativen für die künftige Finanzierung der GKV präsentiert. Sowohl in der Politik als auch in der wissenschaftlichen Literatur werden vielfältige Varianten der beiden Konzepte diskutiert. Im Hinblick auf den begrenzten Umfang dieser Arbeit wird der Schwerpunkt jedoch vorwiegend auf den beiden von der Rürup-Kommission formulierten Modellen liegen. Diese werden nach einführender Darstellung des gegenwärtigen Systems der GKV und den daraus resultierenden Problemen im dritten Abschnitt ausführlich vorgestellt.