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Steuerrecht-Repetitorium - 29.04.2014

Richtlinien braucht man kaum, meistens wird nicht mit denen gearbeitet, weil Cloer die
nicht auswendig kann. Zwei Frage zu den Richtlinien, siehe in den Unterlagen.

Freibetrag hat sich geandert zu 2013, muss in der Klausur nach 2014 angegeben
werden.

Allgemeines:

Ein Schemata im Steuerrecht, bei jeder Aufgabe das gleiche.

Schemata:

1. Personliche Steuerpflicht
Unbeschrankte Steuerpflicht
1 I 1 EStG
Welteinkommensprinzip! Unbeschrankt Steuerpflichtig, wenn ich in
Deutschland wohne, alle meine Einkunfte sind steuerpflichtig (H 1a EStG)
Wohnsitz und/oder gewohnlichen Aufenthalt in Deutschland (8, 9 AO)

Wohnsitz!Hier im Meldeamt registriert
Gewohnlicher Aufenthalt!Wohne hier nicht, habe aber meinen
Lebensmittelpunkt hier, mehr die Halfte meiner Zeit in Deutschland

Beschrankte Steuerpflicht


1 IV EStG


Nicht relevant fur uns, da im Internationalen Steuerrecht.

Immer zuerst sagen, unbeschrankt steuerpflichtig, in Verbindung mit 8, 9 AO, da
Wohnhaft und oder Aufenthalt hier. Dann sagen, Welteinkommensprinzip.


2. Sachliche Steuerpflicht
Alle Einkunftsarten im 2 I EStG ! 7 Einkunftsarten
Zwei Kategorien der Einkunftsarten: Gewinn- und
Uberschusseinkunftsarten! Konnte durch Multiple Choice abgefragt
werden
Gewinneinkunftsarten ! 2 I Nr. 1-3 EStG
-Einkunfte aus Land- und Forstwirtschaft
-Einkunfte aus Gewerbebetrieb (Kommt am haufigsten vor)
-Einkunfte aus selbststandiger Arbeit
!Betriebsvermogensvergleich (Bilanz 4,5 EStG)
Auch in 5 !Mageblichkeitsprinzip (Handelsbilanz ist mageblich fur die
Steuerbilanz, Steuerbilanz basiert auf der Handelsbilanz)
!Einnahmen-Uberschuss-Rechnung (4 III EStG)!Fur Einkunfte aus
selbstandiger Arbeit, wenn keine Bilanz vorliegt.
Uberschusseinkunftsarten ! 2 I Nr. 4-7 EStG
-Einkunfte aus nichtselbststandiger Arbeit
-Einkunfte aus Vermietung und Verpachtung
-Einkunfte aus Kapitalvermogen

-Sonstige Einkunfte aus 21 EStG !Einnahmen uber die
Werbungskosten(Betriebsausgaben heien hier Werbungskosten)
!Zu- und Abflussprinzip (11 EStG) (10 Tage vor oder nach dem 31.12, kann in
2013 oder 2014 abgerechnet werden)

Erste Aufgabe wird bearbeitet. Herr Cloer wird die Klausur stellen: Sein Stil:
Schwere Aufgabenstellung, zumindest klingt es kompliziert, soll aber einfach zu
losen sein.

Aufgabe 1
Horst wohnt nach wie vor in Wiesbaden. Er hatte vor langerer Zeit einen Pflegeberuf
erlernt. Da sein in der gleichen Strae lebender Schachfreund Dieter (Entfernung 1km)
zunehmend an
Demenz leidet, hat sich Horst aus Nachstenliebe bereit erklart, ihn werktaglich von 10 -
15 Uhr zu pflegen. In der Mittagspause kocht Horst fur den Dieter, hilft ihm sonst bei der
Toilette, spricht mit ihm regelmaig und bringt damit 20h in der Woche zu. Horst hat
sich 25 Urlaubstage ausbedungen, wobei er in dieser Zeit von einer anderen Pflegekraft,
die Dieter ausgesucht hat, vertreten.
Dem Dieter stehen aus der Pflegeversicherung Bezuge in Hohe von 700 EUR zu, die er an
Horst weiterleitet. Gleichzeitig gewahrt der Dieter dem Horst ein Taschengeld von 300
EUR/Monat.
Weiterhin ist Horst Eigentumer eines uralten Gummiboots. Dies hatte er bei seinem
letzten
Besuch in Liechtenstein vergessen. Sein Freund, der Siegfried vermietet es gelegentlich
und
schickt dem Horst das Geld dann zu. Es sind im laufenden Jahr 1.500 EUR.
Zusatzlich gewann Horst im Lotto 50 EUR.

a) Klaren Sie die personliche Steuerpflicht von Horst in Deutschland.
Wiesbaden!Steuerplichtig, unbeschrankt nach 1 I 1 EStG iVm 8,9 AO
Welteinkommensprinzip nach H 1a EStR
Fertig.

Sachliche Steuerpflicht:
b) Sind die Einkunfte von Horst steuerpflichtig? Klaren Sie sachliche Steuerpflicht
folgender Einkunfte:
1. Bezuge aus der Tatigkeit aus Nachstenliebe (Pflege des Dieters) inkl. des
Taschengeldes
2. Einkunfte aus der Vermietung des Gummibootes
3. Einkunfte aus dem Lottogewinn

1.
Immer zuerst fragen, ob wir Einkunfte aus dem Bewerbebetrieb zuerst nennen
und Prufung. ! 2 I Nr. 2 iVm 15 I 1 Nr. 1 EStG !Einzelunternehmer, keine
PerGes

Immer erst Positiv- und Negativmerkmale nennen. ! 15 II EStG
Selbststandig (-)
1. Positivmerkmal: Ist H Weisungsgebunden? !Muss H machen, was D sagt? (+)
2. Positivmerkmal: Unternehemerrisiko und Unternehmensinitiative, weil

unbezahlter Urlaub (+)

Selbstandigkeit nicht geboten, da weisungsgebunden.
Als nachstes werden die Einkunfte aus nichtselbststandiger Arbeit gepruft:
2 I Nr. 4 iVm 19 EStG ! Keine Definition des Begriffs nicht selbstandige
Arbeit"
Arbeitnehmer!Weisungsgebunden (+)


!Und/ oder Arbeitskraft schulden
Einkunftserzielungsabsicht (+)
!3 EStG: Steuerbefreiung (-)

Einkunfte aus nichtselbstandiger Arbeit liegen vor.

!Uberschueinkunfte= Einnahmen uber Werbungskosten
!Einnahmen 12*1000=12000
Davon werden die Werbungskosten abgezogen
Pauschbetrag 1000 Euro 9a 1 Nr. 1 lit. a EStG !11000



2.

Einkunfte aus Gewerbebetrieb? 2 I Nr. 2 iVm 15 I 1 Nr. 1 EStG

!Positiv- und Negativmerkmale prufen


! 15 II EStG

Positivmerkmale: Sollte ein Plus dahinter sein

Selbststandigkeit (+)
Nachhaltigkeit (+) (Was bedeuten Nachhaltigkeit? ! Auf Dauer/ Mehrmals/
Nicht nur einmal)
Gewinnerziehlungsabsicht (+)
Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr (+) (Bedeutet Leistungsaustausch)
Negativmerkmale: Sollte ein Minus dahinter sein
Land- und Forstwirtschaft (-)
Selbststandige Arbeit (Bedeutet freier Beruf, Katalogberuf (18 EStG) (-)
Bloe Vermogensverwaltung (Einziges Merkmal, welches nicht im Gesetz steht,
da es sich durch die Rechtsprechung entwickelt hat) (+) ! Vermietung ist
Vermogensverwaltung ! Keine Einkunfte aus Gewerbebetrieb

Einkunfte aus nichtselbststandiger Arbeit? Nein, da kein Arbeitnehmer (-)

Einkunfte aus Vermietung und Verpachtung (-) 2 I 1 Nr. 5 iVm 21 I Nr. 1 EStG?
! Entweder unbewegliches Vermogen (-)
! Oder bewegliches Vermogen, welches ins Register eingetragen ist (-)

!Keine Einkunfte aus Vermietung und Verpachtung (EaVV)

Sonstige Einkunfte ( 2 I 1 Nr. 7 iVm 22 Nr. 3 1 EStG)
!Ausdrucklich die gelegentliche Vermietung beweglicher Gegenstande (+)
!Freigrenze von 256, ab 256 muss aber alles versteuert werden, darunter
nicht. (Nicht wie der Pauschbetrag)

!Einkunfte von 1500, hier wird nichts abgezogen, Pauschbetrag auch nur bei
EansA.


3.


EaGB? 2 I 1 Nr. 2 iVm 15 I 1 Nr. 1 EStG

!Positiv und Negativmerkmalte prufen ( 15 II EStG)

Selbstandigkeit


Weisungsgebunden (+)

Nachhaltigkeit (+) Kann sein

Gewinnerziehlungsabsicht (+)
Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr (-) ! Kriegst nichts zuruck, nur eine
Wahrscheinlichkeit. (BFH hat gesagt, es ist kein Leistungsaustausch)
Wenn Postivmerkmale verneint werden, kann man es keiner Einkunftsart
zuordnen. Kein Leistungsaustausch, also auch keine sonstigen Einkunfte.

!Kann keinem Merkmal zugeordnet werden!Keine Steuerpflicht des
Lottogewinns

Summe der Einkunfte:
1. Aus 2 I 1 Nr. 4 EStG: 11000
2. Aus 2 I 1 Nr. 7 EStG: 1500
Summe: 12500 (zvE=Zu versteuerndes Einkommen)
Darauf wird die tarifliche Einkommenssteuer anwenden ( 32a I 2 EStG)
32a I 2 Nr. 2 EStG

(933,70*y+1400)*y

12500
minus Grundfreibetrag
./. 8130
4370

y=4370/10000=0,437 (32a I 3 !y ist Einzehtausenstel des den Grundbetrag
ubersteigenden Betrags)

(933,7*y+1400)*y=790,11 ESt

Abrunden auf den vollen T! (32 a I 6 EStG)

Finale ESt 790




c) Wie hoch ist die Einkommensteuer von Horst? Horst ist konfessionslos.

Unterstellen Sie aus Vereinfachungsgrunden, da die Summe der Einkunfte dem zu
versteuernden Einkommen entspricht.

Hinweis: Aus dem Kalender ergibt sich, da in dem zu beurteilenden Steuerjahr von den
260
Arbeitstagen 7 Tage aufgrund von Feiertagen frei sind und in die Zeit des Urlaubs von
Horst
keine Feiertage fallen.


Fall 2 Wird bearbeitet:


Rechtsanwalt und Wirtschaftsprufer R ist zusammen mit den Berufskollegen X und Y
Gesellschafter der Rechsanwaltssozietat R+W KG. R ist Kommanditist. Neben R, W und Y
ist auerdem die WP-GmbH - eine Wirtschaftsprufungsgesellschaft i.S.d. 27ff WPO -
Gesellschafterin (Komplementarin) der KG Die WP- GmbH ist alleinige Gesch.ftsfuhrerin
der R+W-KG. Auf alle Gesellschafter entfallt jeweils ein Anteil von 25 % der gesamten
Anteile. An der WP-GmbH ist Wirtschaftsprufer R zu 60 % beteiligt. Im
Gesellschaftsvertrag der R+W-KG ist geregelt, dass alle Gesellschafter jeweils zu 14 am
Gewinn und Verlust beteiligt sind. Der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelte
Gewinn der R+W-KG betragt 200.000 EUR. Von der WP- GmbH wurde an R von 100.000
EUR ausgeschuttet (Bruttodividende).
Die Ehefrau des R - die Diplom-Ingenieurin F - ist Alleineigentumerin eines
Grundstucks, das mit einem Fabrikgebaude bebaut ist. Dieses vermietet F an die S-
GmbH, die darin Solarzellen herstellt und vertreibt. Der nach den Vorschriften des
Bewertungsgesetzes gesondert festgestellte Einheitswert des Grundstucks betragt
500.000 EUR. Das Fabrikgebaude wurde im Jahr 2009 (Bauantrag 1998) speziell fur die
Zwecke der S-GmbH hergestellt (Kosten: 650.000 EUR) und seitdem ausschlielich an
diese vermietet. Gesellschafter der S-GmbH sind F, die auch zur
Geschaftsfuhrerin der GmbH bestellt ist, und ihr Ehemann R. Die Gesellschaftsanteile
betragen 70 % (F) bzw. 30 % (R). Die Mieteinnahmen der F betragen 150.000 EUR. Der
Mietvertrag entspricht inhaltlich dem, was im Geschaftsverkehr unter fremden Dritten
ublich ist. Wie hoch ist die Einkommensteuerbelastung der Eheleute? Unterstellen Sie
dabei, dass R und F nicht zusammen veranlagt werden. Den Kapitalertragsteuerabzug an
der Quelle sowie den Solidaritatszuschlag konnen Sie vernachlassigen.
Wie hoch ist die Gewerbesteuer der Ehefrau F (Hebesatz 350 %)? Welche Auswirkungen
hat die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer der Ehefrau F?

KG= Komanditgesellschaft!PersG (OH, GbR)
P: 50.000
E 100.000

E (Kredit, um Einlagen zu finanzieren) Darlehen 200000! KG " Zinsen 10%

I. Personliche Steuerpflicht
E ist unbeschrankt steuerpflichtig nach 1 I 1 EStG, da Wohnsitz ( 8,9 AO) in D.
Welteinkommensprinzip H1a EStR

II. Sachliche Steuerpflicht
EaGB?
Unterhalt die KG einen Gewerbebetrieb
2 I 1 Nr. iVm 15 I 1 Nr. 2 EStG (Nr. 1 fur Einzelunternehmer, Nr. 2 fur PersGes)

Bei Personengesellschaften immer das Transparenzprinzip(39 II Nr. 2 AO) (Immer
hinschreiben, Transparenzprinzip/ Bei Kapitalgesellschaften gilt das Trennungsprinzip)

Prufung der Positiv- und der Negativmerkmale

Wo finden wir die? 15 II EStG

Selbststandigkeit (+)

Nachhaltigkeit (+)
Gewinnerziehlungsabsicht (+)
Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr (+)
Land- und Forstwirtschaft (-)
EasA nach 18 EStG (-)
Bloe Vermogensverwaltung (-)

!Einkunfte aus Gewerbebetrieb ( 15 I 1 Nr. 2 EStG)

Ist E Mitunternehmer? (Muss bei einer KG und OHG (bei Personengesellschaften)
gefragt werden) (H 15. 8 (1) EStR
Drei Kriterien:
!Zivilrechtlicher Gesellschafter (Wird immer bejahrt in der Klausur, sonst musste man
den Gesellschaftsvertrag prufen)
!Mitunterneher-Risiko!E muss ggf. Verlust mittragen (+)
!Mitunternehmer-Initiative!E kann an Entscheidungen mitwirken (+) Kommanditist
hat ein Vetorecht
!E erziehlt EaGB und (!) ist MU (Mitunternehmer)

Exkurs KG:

Komplementar (Haftet voll)/ Kommanditist(Haftet mit seiner Einlage)

Wichtig!:

Bei PerGes:

15 I 1 Nr. 2 1.HS EStG (Gewinnanteil)
15 I 1 Nr. 2 2.HS EStG (Sonderbetriebseinnahmen/ Sondervergutung)

Aufteilen der Einkunfte in Gewinnanteil und in Sondervergutungen! Kommt immer in
der Klausur dran.

Steuerbilanz I. Stufe:
!Gewinneinkunfte!Betriebsvermogensvergleich
!Mageblichkeitsprinzip 5 I 1 EStG

In jeder Steuerklausur muss gebucht werden

Einlage: Ebene der PerGes:

Buchung!Per Bank an Eingenkapital P 50000
!Per Bank an EK E 100.000
!Per Bank an Verb. E 200.000
!Per Zinsaufwand an Bank an Bank 10.000 (30.06)
!Per Zinsaufwand an Verb. E 10.000 (31.12)

GUV linke Seite: Zinsen 20' Rechte Seite: Jahresfehlbetrag 20'


Bilanz: linke Seite: Bank 340' Rechte Seite: Verbindlichkeiten E 210', EK P 6.667, EK E
100.000

Achtung!
P:50.000=1/3 E:100.000=2/3 !Verlust wird nach Einlage verteilt

P: 1/3 v. 20'=6.667
E: 2/3 v. 20'=13.333

Steuerbilanz 2. Stufe: Ebene des Gesellschafters

! 15 I 1 Nr. 2 2.HS EStG!Sonderbetriebsvermogen I (Wirtschaftsgut dient der
Gesellschaft) und II (Wirtschaftsgut dient der Einlage des Gesellschafters) (Wird
garantiert abgefragt, ganz wichtig)

Darlehen fur Fabrikgebaude (SBV I)!Zinsertrag
Darlehen zur Finanzierung Einlage (SBV II)!Zinsaufwand

SBVI:

(Privat)!(SBV I) Per Bank an Eigenkapital!(PersGes) Per Forderung an Bank 200'

Per Bank an Zinsertrag 10'
Per Ford. PerGes an Zinsertrag 10'
SBV I-GUV

SBV I-Bilanz linke Seite: Bank 10', Ford. PersGes 210' Rechts: EK 200', JU 20'

SBVII: (Privat)!SBV II (Per Bank an Verbindlichkeiten)!PersGes (per Privat an Bank
100')

SBV II-GUV: links: Zinsaufwand 20' Rechts: Jahresfehlbetrag 20'

Per Zinsaufwand an Bank 10'
Per Zinsaufwand an Verb. 10'

SBV II-Bilanz links: Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag 110' Rechts: Verb.
110'

SBV II nur lernen, wenn wir echt noch Zeit haben. Man muss wissen, was es ist. Aber
Buchung ware sehr schwer und letztes Jahr hat es ACL ausgeschlossen.

Personengesellschaft ist nicht einkommenssteuerpflichtig. Nur der Gesellschafter.
!Transparenzprinzip (39 2 AO)

Konsolidieren:

SBVI und SBVII wird zusammengefuhrt.

Sonderbilanz: Links: Ford. PersGes 210' Bank 10' Rechts: EK 110', Verb. KI 110'


Fall 4

Jim hat gerade sein Studium an einer groen deutschen Privatuniversitat beendet und
macht sich nun selbstandig. Im Studium hat er namlich die Erfahrung gemacht, dass die
Studenten unter Einfluss von hoch dosiertem Koffein sehr viel effektiver arbeiten und
auch bessere Noten schreiben. Jedoch fuhrt dieser erhohte Koffeingenuss unter den
Studenten immer haufiger zu einer starken Koffeinsucht, welche Nebenwirkungen wie
Schlafmangel oder Wahnvorstellungen hervorruft.
Deshalb bietet Jim ein Beratungsprogramm an, welches die Studenten aufgrund des
Placebo Effekts glauben lasst, dass Kamillentee mit Zitrone am Ende genauso effektiv ist.
Jim ist Geschaftsfuhrer und alleiniger Gesellschafter der zu diesem Zwecke bestehenden
ProK-GmbH. Die GmbH hat ihren Sitz in Wiesbaden (Hebesatz 350 %). Jim trifft alle
Entscheidungen am Firmensitz.
Jim erwarb seine 100 % Beteiligung an der ProK fur 20.000 EUR.
a) Die ProK GmbH nimmt ein Darlehen i.H.v.100.000 EUR bei der Bank ihres Vertrauens
uber 10 Jahre zu marktgerechten 10% Zinsen auf. Es handelt sich um ein
Tilgungsdarlehen zu gleichbleibenden Raten.
b) Damit Jim besonders gut bei der Zielgruppe (den Studenten der Universitat)
ankommt fahrt er Porsche und parkt regelmaig damit im Halteverbot. Der fur die
erhaltenen Strafzettel zu zahlende Betrag in 2012 belauft sich auf 1.200 EUR.
c) In 2012 erzielt die GmbH einen Umsatz von 140.000 EUR.
d) Fur die Durchfuhrung der Seminare welche im Rahmen des Beratungsprogrammes
angeboten werden zahlt die GmbH 5.000 EUR Miete pro Monat.
e) Die GmbH muss in 2012 eine Gewerbesteuernachzahlung i.H.v. 2.500 EUR leisten.
f) Damit Jim ofters mal ausschlafen kann beschaftigt er seit Oktober 2012 eine
Sekretarin in Teilzeit, welche einen Bruttolohn von 900 EUR monatlich erhalt.
Berechnen Sie die zu zahlende Korperschaftsteuer inkl. SolZ fur die GmbH im Jahr 2012.

I. Personliche Steuerpflicht
GmbH ist unbeschrankt steuerpflichtig nach 1 I Nr. 1 KStG,
da 10 AO Geschaftsleitung in D. !Welteinkommensprinzip 1 II KStG

II: Sachliche Steuerpflicht

!GmbH immer (!) EaGB !8 II KStG

!GmbH versteuert Ihr zu versteuerndes Einkommen (7 I,II iVm 8
KStG)!Einkunfteermittlung nach KStG und EStG (Wenn KStG nicht genug, dann EStG)
(8 I KStG)
!Gewinneinkunfte+Formkaufmann (6 I HGB)

!Buchfuhrungspflichtig (238 HGB)

!Bilanz (Betriebsvermogensvergleich)
!Mageblichkeitsprinzip (8 I KStG iVm 5 I 1 EStG)
a. Per Bank an Verbindlichkeiten KI 100,000
Per Zinsaufwand an Bank 10.000 (Betriebsausgabe!4 IV EStG)
Erinnerung: Zinsschranke 8a I KStG iVm 4h EStG (Zinsen nur bis zu einer Hohe von 3
Millionen abzeihbar)
Hier <3 Millionen Zinsen
Per Verbindlichkeit KG an Bank (Keine Betriebsausgabe)
b. Per sonstige Aufwand an Bank 2.500
Steuerbilanz: Strafzettel darf nicht abgezogen werden. (Fur Steuerbilanz keine
Betriebsausgabe, 10 Nr. 3 KStG)

c. Per Bank an Umsatzerlose 140.000
d. Per Mietaufwand an Bank 60.000 (12 Monate a 5.000)
e. Per Steueraufwand an Bank 2.500 (Keine Steurliche BA, 10 Nr. 2 KStG)
f. Per Lohnaufwand an Bank 2.700
GuV und Bilanz aufstellen:
GUV links: Zinsen 10' rechts: 1,2', Miete 60', Steuer 2,5', Lohn 2,7', JU 62,600 rechts:
Umsatzerlose 140'
Bilanz konnen wir uns sparen, keine Eroffnungsbilanz gegeben.
Berechnung des zvE
JU von 62,600, Strafzettel darf nicht abgezogen werden, also wieder hinzurechnen.
JU 62,600 + 1,200 Strafzettel 10 Nr. 3 KStG+ 2,500 Gewerbesteuer 10 Nr. 2 KStG
!66.300
15% Steuersatz fur GmbH zvE*15 ( 23I KStG)!ca. 9945 KSt

Auf die Korperschaftssteuer nochmals SolZ zahlten (5,5%)
9.945*5,5% gerundet (runter)= 546
9.945+546=10.491

Fall 5
PV
Person
AG

100.000

BV


GmbH


I.
Personliche Steuerpflicht
R ist unbeschrankt steuerpflichtig nach 1 I 1 EStG, da gewohnlicher
Aufenthalt (8,9 AO) in Deutschland. Welteinkommensprinzip H 1a EStR

II.
Sachliche Steuerpflicht
EaGB? 2 I 1 Nr. 2 iVm 15 I 1 Nr. 1 EStG?
Positiv- und Negativmerkmale (15 II EStG)
Selbststandigkeit (+)
Nachhaltigkeit (+)
Gewinnerziehlungsabsicht (+)
Teilnahme am allg. Wirtschaftsverkehr (+)
EaLuF (-)
EaSA m. 18 EStG (-)
Bloe Vermogensverwaltung (+) ! keine EaGB!

! EaKapitalvermogen 2 I 1 Nr. 5 iVm 20 I 1 Nr. 1 EStG
Subsidaritatsklausel 20 VIII EStG
Beteiligung im Privatvermogen!!!

Grundsatzlich KESt an der Quelle (43 I 1 Nr. 1 EStG)! Quellensteuer
25% zuzuglich Solidaritatszuschlag (26,375%) nach 43 a I 1 Nr. 1 EStG
100.000 Dividende (Bruttodividende)! Vor Steuern
100.000=26,375=KESt=26.375
Was geht bei Rudolf auf den Konto ein? 73.625
Keine Werbungskosten laut Gesetz 20 Absatz 9 1 HS 2 EStG
Aber Sparerpauschbetrag von 801 (20 IX 1 HS 1 EStG)
Nach 32d I 1 EStG: Spezialsteuersatz fur Einkunfte aus Kapitalvermogen
!ESt ist mit der KESt abgegolten!Abgeltungswirkung (Bedueten, wenn
Bank die KESt abfuhrt, dann muss man die Einkunfte aus Kapitalvermogen)

Das hier war die Dividende der AG

2 Dividende der GmbH
III.
Sachliche Steuerpflicht