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Wirtschaft Klausur 1 - 13.1
Notizen Unterrichtsbuch
Personal
Die Aufgaben des Personalwesens (S.280/81)
-grundsätzliche Aufgabe: bedarfsgerechte Planung von menschlicher Arbeit
-Entwicklung von Prognosen über den langfristigen Personalbedarf des Unternehmens
-Maßnahmen zur Personalbeschaffung einleiten
-Förderung und Qualifizierung der vorhandenen Mitarbeiter
-sozial gerechter Abbau von Personal bei Überkapazitäten
-Kontrolle und Steuerung von Personalkosten
-Ziele:
-Wirtschaftlich:
-Effizienz bei Beschaffung, Bereitstellung und Erhaltung
-Freisetzung von Personal bei fehlendem Bedarf
-Sozial:
-gerechte Bezahlung
-sicherer Arbeitsplatz
-angemessene Altersvorsorge
-Verbesserung sozialer Kontaktmöglichkeiten
-Bereitstellung von Möglichkeiten zur persönlichen Weiterqualifikation
Personalbeschaffung (S.282/83)
-innerbetrieblich
-setzt betriebsinternen Arbeitsmarkt voraus
-kurzfristig durch Mehrarbeit, langfristig durch Versetzungen
-außerbetrieblich
-Neueinstellungen
-Leiharbeiter („Personalleasing“, schnell, risikolos und flexibel für Unternehmen)
-Vorteile innerbetrieblich: schnelle Besetzung, geringe Kosten
-Vorteile außerbetrieblich: großes Angebot, neue Impulse
Personalführung und -beurteilung (S.284-289)
-Ziel: Förderung des Engagements, der Leistung und Zufriedenheit der Mitarbeiter
-Ideale Führungsarbeit:
-Tragen der entscheidenden Verantwortung
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Wirtschaft Klausur 1 - 13.1
Notizen Unterrichtsbuch
-eigenverantwortliche und unternehmerische Grundhaltung der Vorgesetzten und
Mitarbeiter
-partnerschaftliche Kommunikation
-Delegation der Verantwortung
-Mögliche Stile einer Führungskraft:
-patriarchalisch
-kooperativ
-autoritär
-bürokratisch
-Management-Prinzipien:
-Führen nach dem Ausnahmeprinzip (Management by Exception)
-Mitarbeiter erhalten abgegrenzte Entscheidungsfreiheit
-Vorgesetzter greift nur in Ausnahmefällen ein
-Führen durch Delegation von Verantwortung (Management by Delegation)
-Zuteilung der Entscheidungsfreiheit für bestimmte Bereiche
-Mitarbeiter übernehmen Verantwortung
-Führen durch Zielvereinbarung (Management by Objectives)
Personalbeurteilung
-Beurteilung qualitativer Merkmale:
-Einsatzbereitschaft
-Selbstständigkeit
-Flexibilität
-Kostenbewusstsein
-Kundenorientierung
-Ablauf: Meistens Beurteilung durch einen Beurteilenden über ein Jahr, am Schluss Aussprache
der Beurteilung
-Summarische Arbeitsbewertung:
-Bildung von Lohn- und Gehaltsgruppen (Schwierigkeitsgrad, Belastungen)
-jede Gruppe hat Lohnschlüssel, Prozentsatz bezogen auf Ecklohn (tariflich
festgelegter Stundenlohn)
-einfach durchzuführen, wenn Merkmale der Gruppen exakt beschrieben sind
-Analytische Arbeitsbewertung
-individuelle Bewertung der Arbeitsaufgabe > Ermittlung des Arbeitswerts >
Zuordnung des Arbeitslohnes
-Bewertung der Teilanforderungen durch Punktesystem, Multiplikation mit
Wichtigkeitsfaktor > Summe der Teilarbeitswerte = Arbeitswert
-aufwändiger, aber genauer und deshalb gerechter als summarische Arbeitsbewertung
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Wirtschaft Klausur 1 - 13.1
Notizen Unterrichtsbuch
-Genfer Schema; Kriterien der Bewertung:
-Geistige Anforderungen
-Körperliche Anforderungen
-Verantwortung
-Arbeitsbedingungen
-Arbeitszeugnis
-Einleitung (wer, was, wann, wo)
-Beschreibung der Position und Aufgaben
-Beurteilung der erbrachten Leistung und eventuell besonderer Erfolge
-Führungsleistungen
-Beurteilung des Sozialverhaltens
-Schlusssatz (Grund für Kündigung, Dank-und Bedauernsformeln)
Ein wachsendes Problem: Mobbing (S.290)
-Mobbing in Deutschland bei 800.000 Arbeitnehmern
-Leistungsabfall, Krankheit und Jobwechsel als Folgen > auch Problem für Arbeitgeber
-Zunächst Beschwerde beim Betriebsrat oder direkten Vorgesetzten, oder Aufhebung des
Vertrages mit Abfindung
Arbeitsformen im Wandel: das Beispiel Zeitarbeit (S.291)
-Globalisierung verlangt immer mehr organisatorische Flexibilität von Unternehmen und
Arbeitnehmern (Qualifikationsdruck, Mobilität, Anpassungsfähigkeit)

> Veränderung der Arbeitsformen, z.B. Zeitarbeit als neuer fester Bestandteil
Pro
Contra
-Chancen für Arbeitslose
-Sozialleistungen, Gehalt und Urlaub
-erhöht Chancen für Berufs(wieder)einstieg
unterhalb der tariflichen Bestimmungen
-Chance der Übernahme in feste
-forciert Zuwachs ungeschützter
Beschäftigung
Arbeitsverhältnisse (Lohndumping)
-Jobs zur Überbrückung
-Arbeitnehmer werden reduziert zur Ware
-Orientierungshilfe, Sammeln von
-teilweise unpassende Arbeitsvermittlungen
Erfahrungen
-schlechtes Image der Zeitarbeit, erschwert
-zeigt Engagement bei Bewerbungen (keine
spätere Bewerbungen
Löcher im CV)
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Notizen Unterrichtsbuch
Qualifikationsanforderungen (S.294-297)
-Veränderung Qualifikationsanforderungen auf Grund der Globalisierung
-international denkende und operierende Mitarbeiter gefragt


> sprachliche und interkulturelle Kompetenz (Mentalitätsunterschiede)


> Kompetenz bzgl. rechtlicher Unterschiede
-Kenntnisse in neuen Informations- und Kommunikationstechnologien wichtig


> Umgang mit Computer = unverzichtbare Grundvorraussetzung


> Kommunikation & Verzahnung via Internet & E-Mail
Arbeitsbeziehungen (S.304-309)
-Beziehungen zwischen Arbeitgebern und -nehmern
-Regelungen erforderlich, um Konflikte zu lösen
-Grundlage Arbeitsvertrag:
-Freiheiten bei Ausgestaltung eingeschränkt durch:
-zwingendes Gesetzesrecht (z.B. Arbeitsschutzbestimmungen)
-Tarifverträge
-Betriebsvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat
-Befristet (viele gesetzliche Regelungen) - unbefristet
-Arbeitsrecht:
-Individuell:
-Arbeitsvertragsrecht (=Rechtsnormen)
-Arbeitsschutzrecht (=staatliche Vorschriften zum Schutz der Arbeitnehmer)
-Kollektiv:
-Tarifvertragsrecht (=Tarifverträge, Recht auf Streik, Aussperrung und Boykott)
-Mitbestimmungsrecht (=Gesetze, z.B. Betriebsrat)
-Aufgaben des Betriebsrats:
-Kontrolle der Einhaltung von Gesetzen, Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen, etc.
-Mitbestimmung bei
-Fragen der Betriebsordnung und des Verhaltens der Arbeitnehmer
-Fragen der betrieblichen Arbeitszeit (Kurzarbeit, Mehrarbeit)
-Urlaubsgrundsätze und Urlaubsplan (im Streitfall)
-Form, Ausgestaltung und Verwaltung von betrieblichen Sozialverwaltungen
-Einführung technischer Überwachung der Arbeitnehmer
-Fragen des Gesundheitsschutzes
-Fragen der Lohngestaltung
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Notizen Unterrichtsbuch
-Mitwirkung bei
-Gestaltung von Arbeitsplätzen, -abläufen und -umgebung
-Personalplanung
-Fragen der Berufsbildung
-Kündigungsschutz
-Außerordentliche (fristlose) Kündigung
-wichtiger Grund für nicht weiter zumutbare Beschäftigung nötig (letzter
Ausweg)
-Ordentliche Kündigung
-bei unbefristeten Arbeitsverträgen
-muss soziale Aspekte und Kündigungsfristen berücksichtigen
- Kündigungsformen:
-Verhaltensbedingte Kündigung (wenn leistungsbezogen, muss Abmahnung
vorausgehen)
-Personenbedingte Kündigung (nachlassende Leistungsfähigkeit,
Anpassungsmangel etc.)
-Betriebsbedingte Kündigung (innerbetriebliche Umstände <> außerbetriebliche,
soziale Aspekte müssen berücksichtigt werden)
- Widerspruchsrecht des Betriebsrates, wenn
- soziale Auswahlkriterien nicht ausreichend berücksichtigt worden sind
- gegen gemeinsam vereinbarte Regelungen verstoßen wurde
- der Arbeitnehmer an einem anderen Platz weiterbeschäftigt werden kann
- Weiterbeschäftigung nach Schulungsmaßnahmen oder geänderten
Vertragsbedingungen möglich ist
Tarife (S.314-317)
- Tarifpartner:
- Vertretung der Arbeitnehmerinteressen durch Gewerkschaft(en)
- Vertretung der Arbeitgeberinteressen durch Arbeitgeberverband oder Einzelnen
- Flächentarifvertrag
- regelt Rechte und Pflichten der Parteien, Arbeitsverhältnisse, betriebliche und
betriebsverfassungsrechtliche Fragen
- Manteltarifvertrag (allgemeine Arbeitsbedingungen, mehrere Jahre Laufzeit)
- Rahmentarifvertrag (Lohngruppeneinteilung, mehrere Jahre Laufzeit)
- Lohntarifvertrag (Löhne, Zulagen, ein Jahr Laufzeit)
- In Deutschland besteht Tarifautonomie, d.h. Tarifverträge werden nur von beiden Parteien
ausgehandelt, Staat regelt lediglich Arbeitnehmerschutz (z.B. 8h-Tag)
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Notizen Unterrichtsbuch
- Ablauf von Tarifverhandlungen
- Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern
- Erklärung des Scheiterns durch eine Partei
- Schlichtung
- Ablehnung des Schlichtungsspruches
- Erklärung des Scheiterns der Verhandlungen
- Vorbereitung des Arbeitskampfes
- Arbeitsniederlegung (Streik), Gegenmaßnahme Arbeitgeber: Aussperrung
- neue Verhandlungen
- Urabstimmung über Verhandlungsergebnis
- Streikende bei Zustimmung 25%
Warum der Staat eingreifen muss
Warum der Markt versagt - Marktwirtschaft & Ökologie (S.356-59)
- Kosten von Umweltschäden sind oft nicht messbar
- Bewertung der Umwelt:
- Existenzwert (was ist ein Lebewesen wert?)
- Vermächtniswert (Hinterlassen der Umwelt an die nächste Generation)
- Optionswert (Wertmessung der Umwelt für eigene Zukunft)
- Nutzerwert (Inanspruchnahme der Umwelt)
- Umwelt als öffentliches Gut
- Kennzeichen öffentliche Güter:
- Nichtrivalität im Konsum
- Nichtausschließbarkeit im Konsum
- Deshalb keine Bereitschaft zur Kostenaufwendung > Trittbrettfahrerposition in der
Bevölkerung
- Externe Effekte:
- Wirtschaftliche Akteure beeinflussen bei Verfolgung ihrer Interessen andere, ohne
dass die ihre Entscheidung selbst getroffen haben
- Externer Nutzen <> Externe Kosten
- Werden nicht berücksichtigt in Kosten-Nutzen-Abwägung
> Fehlallokation von Umweltleistungen > Marktversagen > Staat muss eingreifen
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Wirtschaft Klausur 1 - 13.1
Notizen Unterrichtsbuch
Strategien, Prinzipien und Instrumente der Umweltpolitik (S.361-63)
- Strategien
- Erhöhung der Ressourcenproduktivität
- Effizienzstrategie: Verringerung des Stoff- und Energieverbrauchs sowie der
Umweltnutzung > technische Innovationen
- Suffizienzstrategie: Senkung des absoluten Güterverbrauchs > soziale
Innovationen
- Prinzipien der Umweltpolitik
- Verursacherprinzip
- Frage nach Verantwortlichkeit bei Umweltschädigung und
Kosteneinberechnung
- Verursacher nicht immer eindeutig festzustellen
- Indentifizierungsproblem
- Zurechnungsproblem
- Bewertungsproblem
- Vorsorgeprinzip
- Vermeidung von Umweltrisiken
- Anreiz z.B: durch konsequente Anwendung des Verursacherprinzips
- Kooperationsprinzip
- Beteiligung der Geschädigten und Schädiger an Festlegung und Umsetzung
umweltpolitischer Ziele
- Instrumente der Umweltpolitik
- Informations- und Aufklärungsstrategien (Moral Suasion)
- Geschärftes Umweltbewusstsein > freiwillige Verhaltensänderungen
- Häufig wird Aufwand des umweltbewussten Handeln zu hoch eingeschätzt
- Bewusstsein zwar sehr gut, aber Verhalten meist weitgehend unbeeinflusst
- Ordnungsrechtliche Auflagenpolitik
- umweltbezogene Verhaltensvorschriften
- gut kontrollierbar, schnell durchführbar, politisch vertretbar
- ändern jedoch nichts an Marktversagen
- Marktwirtschaftlich - anreizkonformer Ansatz
- Preislösungen (Steuern) und Mengenlösungen (Emmisionslizenzen)
- Nutzung der Umwelt wird Kostenfaktor > Anpassung der Nachfrage
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Notizen Unterrichtsbuch
Wirtschaftspolitische Ziele und gesellschaftliche Grundwerte (S.364-66)
- Wirtschaftspolitische Ziele im Dienst allgemeiner gesellschaftspolitischer Ziele zur
Erreichung allgemeinerer gesellschaftlichen Grundwerte
- Freiheit
- Gerechtigkeit
- Sicherheit
- Fortschritt oder Förderung des Wohlstandes
Vereinbarkeit von Zielen (S.366/67)
- Ziele müssen operationalisierbar sein, d.h.
- konkretisierbar
- messbar
- aggregierbar (gewichtbar)
Wirtschaftspolitikträger + wirtschaftspol. Beeinflussungskräfte (S.368/69)
Trägerebene
Legislative Instanzen
Primäre exekutive
Sekundäre exekutive
Instanzen
Instanzen
Europäische
Rat der EU
Kommision der EU
Nachgeordnete Instan-
Union
zen, z.B. Verwaltung der
Strukturfonds
Bundesebene
Bundestag
Bundesregierung
Nachgeordnete
(Ausschüsse, Plenum)
(Kanzler, Minister)
Bundesverwaltungen
Bundesrat
mit Entscheidungs-
Vermittlungsausschuss
befugnis in Bereich, z.B.
Bundeskartellamt
Länderebene
Landtage der Länder
Landesregierungen
Nachgeordnete
Parlamente der
Ministerpräsidenten
Landesverwaltungen
Stadtstaaten
bzw. Regierende
mit Entscheidungs-
Bürgermeister
befugnis in Einzelfällen
Kommunal-
Gemeinderäte
Gemeinde-, Stadt-,
Zweckverbände der
ebene
Stadträte
Kreisverwaltungen
Gemeinden, Städte
Kreistage
Kreise mit Entschei-
dungsbefugnis für
Versorgungsleistungen
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Notizen Unterrichtsbuch
Ziele und Handlungsfelder der Wirtschaftspolitik (S.370/71)
- Stabilitätsgesetz von 1967
- Preisniveaustabilität
- hoher Beschäftigungsgrad
- außenwirtschaftliches Gleichgewicht
- stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
- zusätzlich heute:
- sozialer Schutz/Sicherung
- Umweltschutz
- Handlungsfelder des Staates:
- Marktversagen bei
- Effizienz > Fehlallokationen > Allokative Aufgaben > Ordnungspolitik
- Gerechtigkeit > Einkommensschere > Distributive Aufgaben > Strukturpolitik
- Stabilität > Konjunkturschwankungen > Stabilisierende Aufgaben > Prozesspolitik
Ordnungs-, Struktur-, Prozesspolitik (S.383-89)
Ordnungspolitik
Strukturpolitik
Prozesspolitik
legt al gemeine rechtliche, soziale begleitet/gestaltet regionalen zielt auf die Stabilisierung der
und wirtschaftliche Rahmen- und sektoralen Strukturwandel
Konjunktur im Rahmen der
bedingungen fest, gestaltet
bestehenden Wirtschaftsordnung
Wirtschaftsordnung
- Wettbewerbsordnung
- Regionalentwicklung
- Geld- und Währungspolitik der
- Verbraucherschutz
- Infrastrukturentwicklung
autonomen Zentralbank
- Sozialordnung
- Einkommens- und Vermögens- - Fiskalpolitik (=Einnahmen-
- Umweltschutz
verteilung
und Ausgabenpolitik) der
- Geldordnung
- Forschungsentwicklung
Gebietskörperschaften (ins-
- Arbeitsrecht
- Strukturanpassung
b e s o n d e r e d e r B u n d e s -
- Arbeitsmarktpolitik + Ausbildung
regierung)
eher langfristig angelegt
eher mittelfristig angelegt
eher kurzfristig angelegt
beeinflusst primär das Handeln beeinflusst primär Bedingungen zielt primär auf die Stabi-
und Verhalten der mikroöko- und Entwicklung der mesoöko-
lisierung von makroökonomischen
nomischen Einheiten (Haus- n o m i s c h e n E i n h e i t e n Größen (BIP, privater Konsum,
halte, Unternehmen)
(Regionen, einzelne Branchen, Investitionen)
Gruppen)
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