Wir kaufen ein im Online-Hochzeitsshop

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Wir kaufen ein im Online-Hochzeitsshop!
Wir haben angefangen, einzukaufen! Eins nach dem anderen! Unglaublich, wie
viel man braucht fur so eine Hochzeit! Wir brauchen kleine Straue fur die Tische.
Und kleine Bonbonsackchen. Wir brauchen Tischdecken. Servietten. Wir wol en
Reis haben. Wir wol en Seifenblasen haben. Wir mochten Kaffee und Kuchen, und
abends ein Menu. Ich brauche ein Hochzeitskleid. Und Klaus einen Zylinder. Das
alles kaufen wir im Online-Hochzeitsshop.

Nicht, dass das bil ig ware. Bil ig ist es
nicht. Aber so ist es ja auch gar nicht
gedacht. Wir heiraten ja nicht, weil es
bil ig ist. Wir heiraten, weil wir uns
lieben. Und deshalb mussen wir ja
dann eben auch die Sachen irgendwo
besorgen. Und weil ich keine Lust
habe, nach Berlin zu fahren, oder nach
Hamburg, um dort das alles einzeln
auszusuchen, deshalb kaufe ich alles
online. Ist viel einfacher.

Ich habe schone Sachen gefunden.
Die Organzasackchen sind ganz lieblich. Ich habe mich geradezu in sie verliebt.
Kann man sagen. Ich habe, um zu sehen, wie sie sich anfuhlen, eines zur Probe
bestel t - und sie haben sich als genau das herausgestel t, als was sie sich auf
dem Bildchen im Shop ausgeben: klein, fein und romantisch. Fehlt nur noch, dass
sie duften... Nee, aber das tun sie nicht, das sol en sie auch nicht.

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Die Rosen sol en duften. Ich mochte duftende Rosen haben, habe ich Klaus
gesagt. Er fand das ein bisschen, sagen wir, unwichtig. Aber er hat nett gelachelt
und gesagt, wenn Dir das wichtig ist, dann machen wir das. Und dann, dann
wusste ich nicht, wie sol ich jetzt sicherstel en, dass die Blumen, die ich bestel e,
auch duften. Wie macht man das. Ich bin dann in unseren kleinen Blumenladen
gegangen und hab' der Frau gesagt: Ich brauche Rosen, die duften. Und sie hat
gar nicht komisch geguckt. Sie hat sogar gelachelt. Dann ist sie zu dem Strau
roter Rosen gegangen, den sie da anbietet, und hat eine der Rosen
rausgenommen. Sie hat daran gerochen, und gelachelt. Und dann ist sie zu mir
gekommen, mit der Rose, hat sie mir unter die Nase gehalten und hat gesagt:
riechen Sie mal. Und die hat geduftet! Ich wol te meine Nase ganz tief
hineintauchen. Das hab ich dann auch gemacht: meine Nase ganz tief in diese
duftende, weiche, rote Rose getaucht. Eine Wonne!

Die Rosen hab' ich dann bestel t. Und mit der Torte hab' ich es genauso gemacht.
Ich bin zum Konditor gegangen, das ist so ein Italiener. Der macht so kleine
Kostlichkeiten, so winzige kleine, unglaublich weiche Kostlichkeiten - wie direkt aus
dem Himmel. Und der macht auch Torten. In allen Farben, allen Variationen. Und
dann hab ich dem gesagt, ich mochte gerne probieren, von der Torte und von
jener, diese Creme und jene. Und ich hab dann eine eigene Torte
zusammengestel t, eine Schicht hiervon und eine Schicht davon, und dann weie
Zuckersoe hier mit kleinen Streuseln dort und da ein paar Erdbeeren rein und am
Rand die Schokoblattchen. Und davon drei Stockwerke. Und dann obendrauf:
Braut und Brautigam. Und ich wol te unbedingt, dass man die essen kann. Ich
wol te unbedingt meinen Klaus essen, dann, am Ende, wenn er und ich oben noch
auf dem letzten Stuck Torte balancieren. Also hat der italienische Konditor uns aus
Zucker und Schokolade nachgebildet. Klaus wird aus Schokolade. Und ich aus
Zucker.

Aber alles andere bestel e ich im Online-Hochzeitsshop. Die Organzasackchen.
Die kleinen Tischstraue. Und die Servietten. Das wird tol !
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